Grüne begrüßen schwimmendes Wasserkraftwerk auf der Elbe

Neues Schaufelrad-Kraftwerk ist umweltfreundliche Alternative

Das jüngst auf der Elbe bei Magdeburg in Betrieb genommene Schaufelrad zur Stromerzeugung findet die volle Zustimmung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Dorothea Frederking, energiepolitische Sprecherin äußert sich positiv zum Kraftwerk, das eine Leistung von 130 Kilowatt hat: "Hier kommt eine umweltfreundliche Technik zur Anwendung, die so gut wie keine Beeinträchtigung von Fluss, Aue und der Tierwelt erwarten lässt. Die Schaufelrad-Ponton-Einheit liegt wie ein Schiff im Wasser und nimmt nur einen kleinen Teil des Flussquerschnittes in Anspruch, dem die Fische problemlos ausweichen können. Da allein die natürliche Strömung der Elbe ausgenutzt wird und keine Aufstauung des Flusses erfolgt, vernässt die Aue nicht und die Landschaft nimmt keinen Schaden."

Nach den Vorstellungen der Grünen muss die zukünftige Energieversorgung zu 100% über einen klugen Mix aus erneuerbaren Energien erfolgen. Für den Strombereich sei dieses bereits im Jahr 2030 möglich. "Wir haben gar keine andere Wahl. Die Verknappung von Öl und die Klimaproblematik zwingen uns zur Senkung des Energieverbrauches und zur ausschließlichen Nutzung der erneuerbaren Energien. Dabei ist es auch wichtig, Speichertechnologien anzuwenden und den Energieverbrauch so zu steuern, dass Energieerzeugung und Energienutzung gut zur Deckung gebracht werden. Die Stadt Magdeburg ist hier auf einem guten Weg und will mit ihrer Teilnahme am Wettbewerb "Energieeffiziente Stadt" die Nutzung von so genannten intelligenten Stromzählern vorantreiben," lobt Frederking auch dieses Vorhaben.

"Die Innovation bei der Wasserkraft sei besonders erfreulich und zeige, dass sich gerade Sachsen-Anhalt zum Musterland für erneuerbare Energien entwickeln kann. Diese Entwicklung würden neue Kohlekraftwerke behindern und damit Arbeitsplätze in der erneuerbaren Energien Branche gefährden. Die Grünen sind deshalb strikt gegen neue Kohlekraftwerke und wollen diese umwelt- und wirtschaftspolitische Linie im nächsten Landtag vertreten, " so der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger.