Referendariate zu kürzen, ist eine Bankrotterklärung
"Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrer zu verbessern, ist dringend notwendig", so Claudia Dalbert zu entsprechenden Ankündigungen des Kultustaatssekretärs. Dazu gehöre eine Verstärkung der Fachdidaktiken und der Bildungswissenschaften Pädagogik und Psychologie. "Nun hat aber in der Vergangenheit das Kultusministerium durch seine Zielvereinbarungen auf die Streichung von Professuren gerade in diesen Bereichen hingewirkt. Es muss angezweifelt werden, dass das Kultusministerium wirklich umsteuern will", so Dalbert.
Nach Ansicht Dalberts muss über Gestaltung und Länge des Referendariats gesprochen werden. "Wegen kurzfristiger Sparerwägungen und um dem kommenden Lehrermangel zu begegnen das Referendariat zu kürzen, ist allerdings eine Bankrotterklärung. Es gehe nicht nur um die Länge, sondern vor allem auch um die Ausgestaltung, um unsere Lehrer fit für eine neue Schule zu machen. Und auch über eine engere Zusammenführung von erster und zweiter Phase der LehrerInnenausbildung muss gesprochen werden."
Dalbert nennt einen weiteren Aspekt: "Es werden nicht nur zu wenige Lehrer ausgebildet. Es mangelt auch an Relation, wenn zu viele LehrerInnen für Gymnasien und zu wenig für Grundschulen ausgebildet werden. Hier umzusteuern bedarf tiefgreifender Einschnitte in die Universitätsgestaltung und zusätzlicher Mittel. Auf diese drängende Frage bleibt der Staatssekretar bisher eine Antwort schuldig."