Zu den Vorschlägen des FDP-Fraktionsvorsitzenden Veit Wolpert, im ländlichen Raum zukünftig statt eines geregelten und staatlich geförderten ÖPNV u.a. auf ehrenamtliches Engagement setzen zu wollen, erklärt Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand und verkehrspolitischer Sprecher:
"Die von der FDP so gern beschworene Freiheit soll in der Mobilität offenbar nur für autofahrende Führerscheinbesitzer gelten. Wer hingegen als Jugendlicher oder auch ältere Frau im ländlichen Raum wohnt, darf zukünftig nur noch auf ein Netz von ehrenamtlich betriebenen Gemeindebussen hoffen.
Staatliche Daseinsvorsorge pauschal durch ehrenamtliches Engagement ersetzen zu wollen, greift zu kurz. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für Mobilitätsangebote ein, die allen Menschen den Zugang zu Infrastruktur sichert. Da kann es unterschiedlichste Modelle bis hin zum Rufbus geben. Der Verweis auf ausschließlich ehrenamtlich betriebene Gemeindebusse ist jedoch der Anfang vom Ende eines solidarischen Bundeslandes Sachsen-Anhalt, in dem jede und jeder mitgenommen wird."