Grüne Forderung: Umweltstandards für Solarzellenförderung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt sind besorgt über die Entwicklung des globalen Marktes für Solarzellen (Fotovoltaik). Nach den vom globalen Marktbeobachter Solarbuzz veröffentlichten Zahlen befindet sich kein europäischer Hersteller mehr unter den weltweit größten fünf Produzenten.

Ein US- und vier chinesische Hersteller stehen an der Spitze. "Der globale Wettbewerb führt zu den Preissenkungen, die für eine erneuerbare Energieversorgung notwendig sind. Das sollte man nicht in Frage stellen", so Landesvorsitzender Christoph Erdmenger. Allerdings könne bei staatlicher Förderung feiner gesteuert werden, so etwa mit Umweltstandards bei der Herstellung.

Hintergrund: Deutschland stellt den größten Markt bei der Installation von Photovoltaik-Anlagen. Dies wird durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) möglich, das zur Zeit eine Vergütung von etwa 33 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom gewährt. Aus Umweltgesichtspunkten sind alle Solarzellen vorteilhaft, weshalb zur Zeit auch alle gleichermaßen und unabhängig von ihrer Herstellung gefördert werden. Unterschiede gibt es beispielsweise beim Energieeinsatz zur Produktion der Zelle und damit der Zeit, bis die Zelle mehr Energie abgegeben hat, wie zur Produktion benötigt wurde. Der sachsen-anhaltische Hersteller Sovello etwa setzt nach eigenen Angaben 50 Prozent weniger Energie bei der Produktion ein.

"Mit dem EEG haben wir ein starkes Instrument, um Innovationen im Markt voranzubringen. Dies sollten wir bei den Umweltvorteilen nutzen", so Erdmenger. "Sachsen-Anhalts Landesregierung muss sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass die Förderung optimiert wird. So kommt das Geld genauer da an, wo es hin soll."

 

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