Grüne fordern Stopp der Giftmülleinlagerung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt fordern von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff schärfere Konsequenzen gegen die Betreiber der Grube Teutschenthal.

Nach Medienberichten sollen mehr giftige Filterstäube als bisher angenommen illegal in der Grube eingelagert worden sein. "Schimpfen allein reicht nicht. Die weiter laufende Einlagerung muss gestoppt werden, bis die offenen Fragen an Betreiber und Betriebskonzept geklärt sind", fordert der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger.

Die Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen enthielten einen unappetitlichen Cocktail von Giftstoffen, darunter Dioxine und Arsen. Erdmenger: "Kommt es wie vor 14 Jahren zu einem Einsturz in der Grube, weiß niemand, wo die Gifte enden."

Die Bündnisgrünen treten auch dem Argument entgegen, andere Lösungen seien unbezahlbar. "Vernünftige Lösungen wie die Füllung mit unbedenklichem Material mögen teurer sein, als die Region mit den Giften Europas zu verfüllen. Unsere Generation bezahlt da für die Umweltsünden der vorherigen Generation. Dafür nun das Geld zu nehmen, dass man mit den Filterstäuben für die Schaffung neuer Umweltprobleme bekommt, ist aber kurzsichtig. Unbezahlbar ist eine verseuchte Landschaft", so Erdmenger.

 

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