Netzausbau und Speichertechnologien vorantreiben

Als Reaktion auf das Interview in der Volksstimme mit dem Geschäftsführer der SWM, Johannes Kempmann, der Vorbehalte gegen die Sonnenenergie äußert, reagieren BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit Unverständnis. Dorothea Frederking, energiepolitische Sprecherin: "Klimawandel und die Verknappung an fossilen Ressourcen machen es erforderlich, dass schnell eine 100%ige Versorgung mit erneuerbaren Energien erfolgt. Dazu gehört auch die Sonnenenergie." Das sei ökologisch und auch wirtschaftlich. Denn mittelfristig tragen die erneuerbaren Energien zur Preisstabilität bei, weil steigende Kosten für Öl, Gas, Kohle und Uran nicht mehr gezahlt werden müssten.

Frederking weiter: "Die erneuerbaren Energien werden dezentral erzeugt - die Strom-, Wärme- und Gasnetze müssen so ausgebaut werden, dass die Energie gut eingesammelt und an die Abnahmestellen gebracht wird. Nach einer Studie im Auftrag der Landesregierung macht der nötige Stromnetzausbau in Sachsen-Anhalt gerade einmal 0,34 Cent pro Kilowattstunde bzw. rund 1,5% am gesamten Strompreis au". Das sei zwar nicht viel. "Trotzdem setzen wir uns für eine bundesweite Umlage ein, denn vom "guten" sachsen-anhaltischen Strom - insbesondere aus Windkraftanlagen - profitieren alle", so Frederking.

Weiterhin müssten Angebot und Nachfrage der erneuerbaren Energien gut zur Deckung gebracht werden, um das Problem des schwankenden Sonnen- und Windstrom anzugehen. Deshalb wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Entwicklung und Nutzung von Speichertechniken über den nächsten Landtag vorantreiben.

Denkbar sei ein Modell, mit dem die Speicherung von jeder Kilowattstunde Strom, jedem Kubikmeter Gas oder Wasserstoff bezahlt wird. Das wäre ein guter Anreiz, damit Schwungräder, Pumpspeicherkraftwerke, Elektroautos und Speicher für regenerativ erzeugtes Gas verstärkt genutzt werden.

 

twitter

wurzelwerk klein
Web 2.0 neu
Partei ergreifen - Mitglied werden!
button rss