Herbe Niederlage für die Braunkohleparteien im Landtag
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßen das deutliche Votum der Bürgerinnen und Bürger von Lützen gegen einen neuen Braunkohletagebau in Lützen. Mit 87% der Stimmen hatten die Lützener einen neuen Tagebau abgelehnt. "Die Menschen wissen, dass mit dem vorhandenen Tagebau ein schrittweiser Ausstieg bis 2030 aus der Braunkohle möglich ist. Die Arbeitsplatzpotenziale liegen längst bei den Erneuerbaren", so der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger.
Und weiter: "Das Ergebnis ist auch eine Niederlage für die vier Braunkohleparteien im Magdeburger Landtag. Ob direkt für die Stromkonzerne oder getarnt als "stoffliche Nutzung", alle Landtagsparteien wollen den Tagebau." BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen bis 2030 auf eine erneuerbare Stromversorgung umstellen. Zu diesem Zeitpunkt ist der vorhandene Tagebau weitgehend ausgebaggert und das Kraftwerk Schkopau am Ende seiner Lebensdauer. "Neue Kraftwerke und ein neuer Tagebau sind nicht nur klimafeindlich, sondern wären eine ökonomische Fehlinvestition", so der bündnisgrüne Landesvorsitzende.