BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: PISA 2009 ist eine Ermutigung zu mehr Bildungsreform

Erfolgsfaktoren: Länger gemeinsam Lernen, größere Schulautonomie und bessere LehrerInnenausbildung

Im Zentrum von PISA 2009 stand die Lesekompetenz. Es ist sehr erfreulich, dass die deutschen SchülerInnen in ihrer Lesekompetenz zugelegt haben und nun im OECD-Mittelfeld der Lesekompetenz liegen. Aber der Abstand zur internationalen Spitze beträgt immer noch den Lernfortschritt von etwa einem Lernjahr. Der Fortschritt hat vor allem damit zu tun, dass die Gruppe der sehr schlechten LeserInnen kleiner geworden ist, ernüchternd ist demgegenüber der Umstand, dass wir in der Spitzengruppe der sehr guten LeserInnen nicht zugelegt haben.

„Diesmal hat PISA sich auch sehr genau die Erfolgsfaktoren für gute Bildungsergebnisse analysiert. Je früher die Kinder aufgeteilt werden, desto größer sind bei 15-Jährigen mit einem unterschiedlichen sozio-ökonomischen Hintergrund die Leistungsunterschiede. Dies unterstreicht einmal mehr unsere Forderung nach einer Gemeinschaftsschule, in der alle Kinder gemeinsam, aber mit individualisierten Lernangeboten lernen,“ so die bündnisgrüne Landesvorsitzende Claudia Dalbert. „Auch werden die von uns seit langem geforderte größere Autonomie von Schulen bei gleichzeitiger Evaluation der Bildungsergebnisse sowie eine bessere LehrerInnenausbildung als weitere Erfolgsfaktoren identifiziert! PISA 2009 macht klar, dass sich Investitionen in Bildung lohnen, weil die Kompetenzen unserer Kinder besser werden. Aber PISA 2009 macht auch deutlich, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt, bis wir zur Spitze aufgeschlossen haben, und das mit allen Kindern, unabhängig von ihrem Elternhaus. Die notwendigen Schritte dazu, auch dies zeigt PSIA, sind hinlänglich bekannt“, so Claudia Dalbert.

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