BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt unterstützen die Anti-Castor-Proteste
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt beteiligen sich an den breiten Anti-Atom- Bündnissen aus Umweltorganisationen, Parteien, Gewerkschaften und Jugendorganisationen und rufen gemeinsam zu Protesten gegen den geplanten Castor-Transport durch Sachsen-Anhalt auf. Am morgigen Mittwoch wird es in Halle um 17 Uhr eine Auftaktkundgebung auf dem Marktplatz (vor dem Marktschlösschen) mit anschließender Demonstration zum Bahnhof geben. Am Donnerstag wird von 13 bis 15 Uhr eine Kundgebung mit Mahnwache vor dem Landtag in Magdeburg stattfinden.
"Bereits die massenhaften Proteste in Berlin, Gorleben und an diesem Wochenende in Greifswald haben deutlich gezeigt, dass die Atompolitik der Bundesregierung auf breite Ablehnung in der Bevölkerung stößt. Die Mehrheit der BürgerInnen ist besorgt wegen der mit der Atomenergie verbundenen Gefahren und lehnt die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke daher ab," so die Landesvorsitzende Claudia Dalbert.
"Jeden Tag, den die Atomkraftwerke länger laufen, wird weiter Atommüll produziert. Nirgendwo auf der Welt gibt es bis heute ein sicheres Endlager für Atommüll. Gerade wir in Sachsen-Anhalt wissen angesichts der ungelösten Probleme des Endlagers Morsleben um die besonderen Schwierigkeiten und Risiken der Atommülllagerung. Wir fordern Aufklärung um die erhöhten Leukämieraten im Börde-Landkreis, in dem Morsleben liegt. Höchst riskante Transporte radioaktiven Mülls quer durch die Republik nähren die Illusion, die Frage der Atommüllendlagerung sei gelöst. Dies ist nicht der Fall. Die Entscheidung der Bundesregierung, die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern, riskiert Sicherheit und Gesundheit der jetzigen und der kommenden Generationen zugunsten der Interessen einzelner Großkonzerne. Gegen diese hoch riskante und zukunftsfeindliche Politik werden wir in einem breiten Bündnis am Mittwoch in Halle und am Donnerstag in Magdeburg demonstrieren," so Claudia Dalbert weiter.
Claudia Dalbert wird in Halle und Magdeburg persönlich anwesend sein und steht für Interviewanfragen zur Verfügung. In Halle und Magdeburg wird sie auf den Kundgebungen reden.