Gemeinsames Manifest zur Schulpolitik: Befähigen statt sortieren!
Treffen der grünen Ost-Landesvorsitzenden in Halle (Saale)
Bei ihrem Arbeitstreffen heute in Halle (Saale) warnten die Landesvorsitzenden der ostdeutschen Grünen vor den hohen Schulabbrecherquoten in allen fünf Ländern. Bis zu einem sechstel der Schülerinnen und Schüler bleibe ohne Abschluß. In einem gemeinsamen Manifest zur Schulpolitik fordern sie, jedem Kind unabhängig von seiner sozialen Herkunft bestmögliche Bildungschancen zu ermöglichen.
"Es geht uns um einen Klimawandel an den Schulen", so Claudia Dalbert, Landesvorsitzende in Sachsen-Anhalt. Befähigen statt sortieren sei die Devise. Jede Schülerin, jeder Schüler solle nach seinen Möglichkeiten gefördert werden.
Die Maßnahmen: Lehrerinnen und Lehrer müssen laut Papier mit einer Fortbildungsoffensive darauf vorbereitet werden, individuelle Lehrangebote für Schülergruppen mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu unterbreiten. Die jetztigen antitquierten Sortiermechanismen müssen abgeschafft und durch sinnvolle Unterstützungssysteme ersetzt werden. Schrittweise müssen Gemeinschaftsschulen ausgebaut werden, in denen die Kinder länger gemeinsam lernen und optional das Abitur erwerben können.
Dies könne aber nicht von oben verordnet werden, sondern müsse in Kooperation mit Schulen, Eltern und Schülern passieren.
Damit Mittel für Bildung frei werden, müssen im Landeshaushalt laut grünem Manifest die Ausgaben für umweltschädliche Ausgaben gekürzt werden. Der Solidarbeitrag Ost soll in einen Bildungssoli umgewandelt werden.
Hallesches Manifest zur Grünen Schulpolitik in Ostdeutschland (pdf-Datei)