Die Behauptungen des Träumers Ruden
"Herr Ruden fällt häufig damit auf, dass er sich als ehemaliger Grüner seiner jetzigen Partei andienern muss", so Ralf-Peter Weber, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Rudens jüngste Forderung nach einer Fortführung der Elbesanierung (CDU-Pressemitteilung von heute) fuße auf Wunschvorstellungen und Behauptungen eines naiven Träumers. So ließe etwa die Feststellung, wasserbauliche Maßnahmen würden das Erscheinungsbild der Elbe nicht verändern, sondern eine Beschiffbarkeit ermöglichen, Sachverstand vermissen.
"Jeder, der sich in der Problematik auskennt, weiß, dass die Elbauen dramatisch austrocknen. Dies ist selbst im diesjährigen Nicht-Trockenjahr feststellbar", so Weber. Und weiter: "Wir verlieren die Auen als Lebensraum für Flora und Fauna. Die sogenannten Instandsetzungsmaßnahmen halten diesen Prozess nicht auf, sondern können ihn dramatisch verschärfen."
Ruden plädiert für eine "ganzjährige Wasserstraße". Weber: "Die Elbe kann gar keine ganzjährige Wasserstraße für Europaschiffe sein, weil ihr im Sommer und Herbst die notwendige Wassertiefe fehlt. Herr Ruden soll erklären, wie er die Elbe für eine ganzjährige Schifffahrt ertüchtigen will, ohne sie zu kanalisieren."