PM Nr.46-05 vom 02.05.2005

Rübelandbahn: Strom nicht abschalten!

Die Deutsche Bahn AG plant, am 17. Mai den Strom für die E-Loks der Rübelandbahn abzuschalten. Noch gebrauchsfähige E-Loks sollen ins Ausland gebracht werden. "Dieses Vorhaben ist schädlich für die Tourismusregion Harz und läuft Bemühungen im Umwelt- und Naturschutz sowie bei der Lärmbekämpfung entgegen", so Ralf-Peter Weber, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Bereits in der vergangenen Woche folgte der Kreistag Wernigerode mehrheitlich dem Antrag der bündnisgrünen Fraktion, einen eindringlichen Appell an die Konzernspitze der Deutschen Bahn AG zu richten. Darin fordern die Abgeordneten, den Strom für die E-Traktion nicht abzuschalten sowie die Gespräche zur Übernahme der Rübelandbahn mit der Fels-Werke GmbH fortzuführen. "Wir erwarten von der Deutschen Bahn AG und der Fels-Werke GmbH, bei ihren Verhandlungen auch die Menschen der Region, die Umwelt und die Tourismuswirtschaft im Blick zu haben", heißt es weiter im Beschlusstext.

"Wirtschaftliche und finanzielle Interessen scheinen allein maßgebend zu sein", so Peter Lehmann, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen im Kreistag Wernigerode. "Nicht auszudenken, dass veraltete Dieselloks die 1,8 Millionen Tonnen Kalk pro Jahr aus den Felswerken transportieren sollen oder der Transport mit 400 LKW pro Tag auf die Straße verlegt wird."

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN machen sich seit langem dafür stark, dass die elektronische Traktion auf der denkmalgeschützten Strecke der Rübelandbahn erhalten bleibt. Eingeschaltet sind Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium und Mitglied des Aufsichtsrates der DB AG sowie Undine Kurth, Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion.


© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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