PM Nr.61-05 vom 31.05.2005

Aufruf zum friedlichen Protest gegen Nazis

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN rufen die Bürgerinnen und Bürger zum friedlichen Protest gegen den Nazi-Aufmarsch in Merseburg auf. Die Bündnisgrünen sind im Bündnis aus etablierten Parteien, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Gruppen aktiv, das sich gegen die Vereinahmung durch rechte Demagogen stellt. "Wir müssen die Auseinandersetzung mit den Rechten offensiv führen und dürfen ihnen nicht die öffentlichen Plätze überlassen", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Sie kündigte ihre Teilnahme am Protest an.

Hintergrund: Merseburg ist laut Verfassungsschutz ein Zentrum rechtsextremistischer Aktivitäten im südlichen Sachsen-Anhalt. Der bekannte Hamburger Neonazi und Veranstalter bundesweiter Neonaziaufmärsche, Christian Worch, hat für Samstag, den 4. Juni 2005, eine Demonstration in Merseburg angekündigt.

Sebastian Striegel, Vorsitzender des örtlichen bündnisgrünen Kreisverbandes, der aktiv an der Vorbereitung des friedlichen Protestes beteiligt ist, sagte: "Jede und jeder sollte die für ihn geeigneten Aktionsformen des friedlichen Protestes finden. Ziel von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist es, dem Naziaufmarsch aktiv etwas entgegenzusetzen."

Das Bürgerfest auf der Kliaplatte im Zentrum Merseburgs wird zwischen 10 und 14 Uhr stattfinden. Ein buntes Kulturprogramm ist in Vorbereitung. Die Demo des Jugendbündnisses gegen den Neonaziaufmarsch beginnt nach jetzigem Stand um 10 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz.

Aktuelle Informationen zum Aufmarsch und zu den Gegenaktivitäten erhalten Sie unter www.gruenemq.de bzw. am 4. Juni am Stand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.


© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN