PM Nr.69-05 vom 25.06.2005

Agro-Gentechnik: Abfuhr für die Landesregierung

"Mit ihrer gestrigen Entscheidung haben die EU-Umweltminister der Agrarpolitik der Landesregierung Sachsen-Anhalts eine Abfuhr erteilt", so Sören Herbst, Mitglied des Landesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Der Gentechnik-Experte begrüßte das Ergebnis der Beratungen des EU-Umweltministerrates zu nationalen Schutzmassnahmen gegen die Zulassung gentechnisch veränderter Maissorten auf europäischer Ebene. "Das ist ein wichtiger Schritt zum Erhalt der nationalen Souveränitat beim Schutz vor ungeklärten Risiken durch Gen-Pflanzen.", sagte er.

Die Mehrheit der EU-Minister hat die EU-Komission in die Schranken gewiesen und sich gegen die Aufhebung von insgesamt acht Einfuhrverboten ausgesprochen. Unter anderem gab es berechtigten Grund zu der Annahme, dass BT176 wegen einer extrem hohen Giftkonzentration eine Gefahr für die Umwelt darstellt.

Auch das Einfuhrverbot einiger Staaten gegen die Genmaissorte MON810 darf aufrecht erhalten werden. Eben diese Genmaissorte wird in Sachsen-Anhalt auch in diesem Jahr wieder großflächig angebaut. Herbst: "Damit wird deutlich: Ministerpräsident Böhmer setzt die Bügerinnen und Bürger des Landes einem Risiko aus, das andere Staaten als so hoch einschätzen, dass kein Saatgut dieser Sorte über ihre Grenzen gelangen darf."

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erneuern ihre Forderung an den Ministerpräsidenten, den fahrlässigen Erprobungsanbau in Sachsen-Anhalt unverzüglich einzustellen.


© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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