Undine Kurth Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl
Undine Kurth führt die Landesliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt für die kommende Bundestagswahl an. Auf dem heutigen Außerordentlichen Landesparteitag in Halberstadt wählten sie 39 von 49 Delegierten zur Spitzenkandidatin. Auf Platz 2 wurde der Hallenser Dietmar Weihrich (33 von 46 gültigen Stimmen) gewählt.
Zuvor hatte Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke die Delegierten mit einer kämpferischen Rede auf die Wahl eingestimmt. "Wir werden in die Luftversprechungen von Union und FDP mit der Nadel pieksen", sagte sie. "Lasst uns kämpfen mit offenem Visier, freundlich aber bestimmt - für unsere grünen Werte, für den begonnenen ökologischen Aufbruch, für unsere Konzepte in der Sozial- und Wirtschaftspolitik."
Die Delegierten verabschiedeten einstimmig die Resolution "Bundestagswahl 2005 - Auf unsere Inhalte kommt es an", in der selbstbewusst grüne Bilanz in sieben Jahren Regierung gezogen wird, aber auch Fehler benannt werden. "Wir kämpfen für ein starkes grünes Ergebnis. Unser Ziel ist es, in Sachsen-Anhalt ein gutes Zweistimmenergebnis zu erreichen und damit auch den Grundstein für eine erfolgreiche Landtagswahl 2006 zu legen", heißt es in der Resolution.
Undine Kurth sagte in ihrer Rede: "Wir lassen uns keinen Hamster-und Mopsfledermaus-Wahlkampf aufdrängen. Wir machen klar, dass Ökologie Arbeit schafft." BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN würden sich dagegen stemmen, dass sich das Land einer Unionsmehrheit ergebe, die zu feige sei, konkrete Konzepte auf den Tisch zu legen. "Vorfahrt für Arbeit plakatieren Merkel und Westerwelle. Ja - aber nur wenn sich alle an die Verkehrsordung halten." sagte sie.
Landesvorsitzende Inés Brock sprach von einem vorzeitigen Aufbruch in die Auseinandersetzung zur Landtagswahl. Das Landesergebnis bei der Bundestagswahl sei ein erster belastbarer Test für die Wahl im März 2006.
Auf Platz 3 kam Landesvorsitzende Inés Brock (Halle), auf 4 und 5 Ernst-Paul-Dörfler (Anhalt-Zerbst) und Sebastian Striegel (Merseburg-Querfurt). Auf Platz 6 Gunter Walther (Weißenfels).