Neun Direktkandidaturen zur Bundestagswahl stehen fest
Fast alle bündnisgrünen Direktkandidaten aufgestellt
Wahlversammlung im Wahlkreis Aschersleben, Bördekreis und Schönebeck bildet den Abschluss.
Die neunte Direktkandidatur von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt für die zu erwartende Bundestagswahl steht seit dem gestrigen Abend fest. Iris Brunar (40) steht an der Spitze der Bündnisgrünen des Wahlkreises Anhalt (Dessau, Köthen und Wittenberg. Die Dessauerin setzt sich aktiv für den Schutz der Elbe ein. Sie ist Sprecherin der Bürgerinitiative "Pro Elbe" und organisiert Bootstouren mit Politikern, Wissenschaftlern, Künstlern und Vertretern der Wirtschaft ("Dialog im Boot"). In den Tagen zuvor wurden bei vier Wahlversammlungen die Direktkandidaten gewählt:
Inés Brock (40), Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, ist die Direktkandidatin für den Saalkreis, für Bitterfeld und Bernburg. "Ich empfinde es als Herausforderung, die Bedürfnisse der wachsenden Regionen wie der belasteten Gebiete zusammenzuführen und die Politikangebote von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN genau dort konkret zu machen, wo wir die richtigen Konzepte habe."
Für das Elbe-Havel-Gebiet kandidiert Ernst-Paul Dörfler (55) um das Direktmandat für den Bundestag. Die Bündnisgrünen in Anhalt-Zerbst, Jerichower Land und Ohrekreis stellten ihn dafür auf. Ernst-Paul Dörfler ist als Flussexperte bekannt, für sein Engagement für Elbe und Saale wurde er mehrfach ausgezeichnet. Erst kürzlich bekam er den Bruno H. Schubert-Preis, den bedeutendsten privaten Umweltpreis.
In Halle ist Dietmar Weihrich (40) Direktkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Er ist in der Saalestadt Stadtrat und in diesem Rahmen Vorsitzender des Ausschusses für Ordnung und Umweltangelegenheiten. Innerhalb des Landesverbandes ist Dietmar Weihrich Sprecher der Landesfachgruppe Ökologie und gleichzeitig umweltpolitischer Sprecher. Auf der Landesliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN steht er auf Platz 2.
Im Mansfelder Land ist der Student Sebastian Striegel (24) Direktkandidat der Bündnisgrünen. Sein besonderes Anliegen ist es, den im Süden Sachsen-Anhalts besonders auftretenden Rechtsextremismus zu thematisieren und die Auseinandersetzung um die Verteidigung der Demokratie vor extremistischen Bedrohungen zu suchen.
Am 20. Mai 2005 schließlich wird auch der zehnte sachsen-anhaltische Wahlkreis mit einem bündnisgrünen Direktkandidaten besetzt - und zwar auf der Wahlversammlung der Bündnisgrünen der Kreise Aschersleben, Bördekreis und Schönebeck.