Inés Brock auf Info-Tour in der Hochschule Anhalt
In der vergangenen Woche stattete Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der Hochschule Anhalt einen Informationsbesuch ab. Sie zeigte sich beeindruckt von der opimalen Verbindung zwischen marktnaher Forschung und hervorragenden Studienbedingungen, sieht zu deren Erhalt aber dringenden politischen Handlungsbedarf.
Am Standort Bernburg wurde Inés Brock von Prof. Peter Kaufmann (Prodekan des Fachbereiches Landwirtschaft, Ökotrophologie, Landespflege) sowie von Prof. Margot Steinel (Wirtschaftslehre des Großhaushalts und Studienfachberaterin Ökotrophologie) empfangen. Brock erfuhr, dass der Fachbereich Verbraucherschutz und Ökotrophologie derzeit eine steigende Akzeptanz auch auf dem Arbeitsmarkt erlebt. Internationale Abschlüsse für Studierende aus aller Welt haben Bernburg bundesweit zu einem Qualitätsstandort gemacht. Aber: "Um die Lehre auch weiterhin mit der Forschung zu verknüpfen, braucht es einen angemessenen Personalbesatz auch im Mittelbau", so Brock.
An der Gesprächsrunde am Standort Köthen nahmen Prof. Carola Griehl (Vizepräsidentin für Studium und Lehre) und Prof. Wolfram Meusel (Dekan des Fachbereichs Lebensmitteltechnologie/Biotechnologie/Verfahrens- und Umwelttechnik)teil. Eine besondere Stärke der Hochschule ist die Kooperation mit Firmen für bestimmte Forschungsprojekte. Brock: "Aufgrund der mangelnden Kapitaldecke hiesiger Firmen sind die Fördermöglichkeiten für die praxisnahe Umsetzung und Markteinführung von neuen Verfahren nicht ausreichend. Antragstellungen für Projekte lohnen sich zunehmend immer weniger, weil viele Programme auslaufen und die Erfolgsaussichten den hohen Aufwand nicht mehr rechtfertigen."
Es könne nicht sein, dass eine gut ausgestattete Hochschule, die sich in der Erforschung zukunftsfähiger Technologien (z.B. Brennstoffzelle, Algenproduktion für Nahrungsmittel) engagiert und die Frauenförderung groß schreibt, die Zuversicht verliere, die guten Studienbedingungen in Zukunft erhalten zu können. Brock: "Die Hochschul-Förderung in strukturschwachen Gebieten im Osten gehört zu einer zukunftsorientierten Wirtschaftspolitik. Solche Leuchttürme und ihr hohes Niveau in Lehre und Forschung müssen erhalten bleiben. Für diese Strategie werde ich auch in Zukunft streiten."