PM Nr.115-05 vom 28.09.2005

Jahrmarkt des Sterbens verhindern

"Wir brauchen eine breite politische Front gegen einen Jahrmarkt des Sterbens", so Sören Herbst, Mitglied des Landesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt. Die Grenzen zur aktiven Sterbehilfe dürften nicht aufgeweicht werden.

Der FDP-Jugendorganisation warf Herbst vor, "nur einen Wert zu kennen - den des Marktes". Herbst forderte Sozialminister Gerry Kley auf, zu den Forderungen seiner Parteifreunde öffentlich Stellung zu nehmen.

Herbst verwies darauf, daß es entscheidend sei, eine gute Sterbebegleitung und eine gute medizinische Versorgung bei der Behandlung unheilbar Kranker zu gewährleisten. Jeder könne mit einer Patientenverfügung Regelungen für den Fall treffen, daß es nicht mehr möglich sei, Wünsche für eine Behandlung zu äußern.

Den Ansatz der Schweizer Sterbehilfe-Organisation Dignitas bezeichnete Herbst als "scheinheilig". Der ärztlich begleitete Selbstmord sei nichts anderes als Tötung auf Verlangen. Dies sei in Deutschland verboten und müsse es bleiben. Deutschland brauche eine bessere Schmerztherapie für Sterbende, um ihnen einen würdevollen Tod zu ermöglichen.


© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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