PISA: Minister redet die Ergebnisse schön
"Die neuesten PISA-Studienergebnisse stellen dramatisch die gegenwärtige Ungerechtigkeit in der Bildungspolitik des Landes dar", so Inés Brock, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Minister Olbertz versuche, das niederschmetternde Abschneiden schön zu reden. "Er schreibt gleichzeitig positive Entwicklungen seinem Wirken zu. Dabei sind es fremde Federn, mit denen er sich schmückt. Denn Fortschritte im Bildungsniveau sind in den Jahrgängen beobachtet worden, die die abgeschaffte Förderstufe durchlaufen haben", so Brock.
Sachsen-Anhalt bilde gemeinsam mit Bayern klar das Schlussfeld bei der Chancengleichheit in der Schulbildung. "Dies ist das Ergebnis der rückwärtsgewandten Bildungspolitik der hiesigen Landesregierung, die mit Abschaffung der Förderstufe und Einführung der Hauptschule auf Ausgrenzung gesetzt hat", so Brock.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern einen ganzheitlichen Blick auf das Bildungsproblem. Leistungsschwächere Schüler müssen im Rahmen integrativer Schulkonzepte mit gezielter Förderung und durch leistungsstarke Schüler mitgezogen werden. Brock: "Wir fordern Binnendifferenzierung im Unterricht statt Ausgrenzung nach Schulformen. Die Konsequenz aus PISA muss das längere gemeinsame Lernen sein. Damit können auch mehr wohnortnahe Schulen erhalten bleiben."