PM Nr.133-05 vom 26.11.2005

Inés Brock zur Spitzenkandidatin gewählt

Inés mit Ball
Inés Brock ist Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl.

Inés Brock ist die Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bei der Landtagswahl 2006. Auf dem heutigen Landesparteitag in Magdeburg wählten sie 40 von 46 Delegierten. Brock: "Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass wir als Partei wieder eine Stimme im Landtag haben. Wir wollen als frische politische Kraft Bewegung ins Parlament und in die Abgeordneten-Köpfe bringen.

In ihrer Rede nahm sich Brock u.a. die anderen Parteien und ihre Spitzenkandidaten vor. "Jens Bullerjahn von der SPD verbrüdert sich mit dem jetzigen CDU-Ministerpräsidenten und kokettiert gleichzeitig mit der PDS. Wulf Gallert von der PDS spielt sich als sozialer Gralshüter auf, ohne wirkliche Problemlösungsangebote zu machen. Böhmer gefällt sich in seiner autokratischen Dickfelligkeit und übergeht seine Minister, wann es ihm passt. Und da ist auch noch der Professor aus Kiel, jetzt Magdeburg, der vergeblich versucht, den Haushalt zu sanieren und dabei neue Schulden anhäuft." Sachsen-Anhalt habe Besseres verdient. Brock: "Aufgepasst meine Herren, jetzt kommen wir Grünen, die schon Tradition darin haben, Parlamente zu verweiblichen, und die frisch und kraftvoll sind." 

Die derzeit im Landtag vertretenen Parteien seien nicht mehr in der Lage, auf die Menschen zuzugehen. "BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind die frische Kraft im Landtag und bringen frisches Denken für Sachsen-Anhalt. Wir knacken die verkrustete Landespolitik auf", so Brock. "Uns geht es nicht um Posten. Wir reden nicht nur, sondern leben in unseren Überzeugungen", betonte sie den Unterschied zu anderen Parteien, die Glaubwürdigkeit betreffend.

Inés Brock betonte den Gestaltungsanspruch der Grünen. "Wir haben in Deutschland einen Auftrag. Auch in der Oppositionsrolle im Bund werden wir weiter Deutschland verändern." Sachsen-Anhalt solle ein Modellland für regenerative Energien werden - für eine klimafreundliche Energiepolitik und mit Arbeitsplätzen für Anlagenbauer, Ingenieure, Landwirte, Wissenschaftler etc.

"Lasst uns im Wahlkampf auf die Menschen zugehen und sie für unsere frischen Ideen gewinnen. Lasst uns das direkte Gespräch mit den Menschen suchen - am Wahlkampfstand, an der Bushaltestelle, in der Kneipe. Lasst uns gemeinsam kämpfen!", rief sie den Delegierten zu.

Ein Handball als Geschenk der Delegierten: "Für den großen Wurf"

Im Anschluss an die Wahl gab es nicht nur anhaltenden freundlichen Applaus und einen großen bunten Blumenstrauß. Die ehemalige Handballerin (DDR-Vizemeisterin, Spielführerin ihrer damaligen Erfolgsmannschaft) Inés Brock bekam von den Delegierten einen Handball geschenkt. "Für den großen Wurf - wir schaffen den Einzug in den Landtag", erklärte Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke die Symbolitik. "Wir werden gemeinsam ins Schwarze, Rote, Dunkelrote und Gelbe treffen."

E-Mail aus dem Saal an die Herren Spitzenkandidaten der anderen Parteien

Gleich nach ihrer Wahl schickte Inés Brock live eine E-Mail an die Herren Wolfgang Böhmer, Jens Bullerjahn, Wulf Gallert und Karl-Heinz Paqué. Sie lautet:

"Das Spiel ist angepfiffen! Wir erwarten einen in der Sache harten und fairen Wahlkampf. Jetzt aber los! Sachsen-Anhalt braucht frisches Denken! Grüne Frische für das Land, für die Menschen. Sie werden nach dem 26. März 2006 eine starke Grüne Fraktion im Landtag kennenlernen. Wir haben gute und nachhaltige Konzepte für Arbeit mit Zukunft, Weg vom Öl und Familie und Bildung."

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Inés Brock führt seit fünf Jahren die sachsen-anhaltischen Bündnisgrünen als Landesvorsitzende. Die 41-jährige lebt in  Halle (Saale), ist ausgebildete Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und derzeit Doktorandin an der Universität Halle. Sie ist verheiratet und Mutter von vier Söhnen (11., 9., 6. und 4. Klasse). Bisher hat sie sich intensiv in den Politikfeldern Kinder und Familie, Gesundheit und Soziales sowie Bildung und Hochschulen engagiert.

 


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