Der Ende November 2005 aus der SPD ausgetretene ehemalige Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bad Lauchstädt, Andreas Müller, ist Direktkandidat für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Wahlkreis 41 (Querfurt). Der 41-jährige, in der Finanzverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt angestellte Finanzwirt aus Bad Lauchstädt, wurde auf der Wahlversammlung am gestrigen Abend in Merseburg einstimmig gewählt.
Mit seiner Kandidatur will Andreas Müller ein Zeichen setzen: "Ich will mithelfen, frischen Wind ins Parlament zu bringen. Im Landtag braucht es endlich wieder nachhaltige, systematische und bürgerbezogene Politik. Dass hier derzeit schwere Defizite bestehen, zeigt sich u. a. in der Verkehrspolitik und bei der Verwaltungs- und Gebietsreform.
Müller weiter: "Auslöser für meinen Austritt aus der SPD war u. a. die Ankündigung der Mehrwertsteuererhöhung. Der Landes-SPD fehlen progressive Impulse. Sie verliert ihre Anziehungskraft, weil sie nur düstere Zukunftsszenarien zu kennen scheint. Mit meinem Engagement für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setze ich deshalb ein Zeichen gegen Entpolitisierung, Rückzug ins Private und gegen Mutlosigkeit."
Müller hält die geplante und durch den ehemaligen Landwirtschaftsminister, SPD-Landtagskandidaten und Lobbyisten Helmut Rehhahn unterstützte Schweinemastanlage bei Allstedt für überdimensioniert. Dem grünen Direktkandidaten liegt vor allem auch die Minimierung der Belastungen vieler AnwohnerInnen durch Durchgangsverkehr in Orten wie Farnstädt und Bad Lauchstädt am Herzen.
Müller abschließend: "Aktuelle Entwicklungen wie z. B. die steigenden Erdöl- und Erdgaspreise zeigen, dass die Themen der Zukunft grüne Themen sind. Ich streite deshalb dafür, dass unser Bundesland seine wirtschaftliche Basis im Bereich der Erneuerbaren Energien ausbaut und zu einem Modellland wird, in dem Energie bezahlbar für alle bleibt."