Wie der Tagespresse zu entnehmen ist, redet der FDP-Spitzenkandidat dem "Verzicht auf den Atomausstieg" das Wort. Dazu Ralf-Peter Weber, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Herr Paqué scheint sich nicht darüber im Klaren zu sein, dass die Roll-Back-Diskussion um Atomenergie Arbeitsplätze in Sachsen-Anhalt gefährdert. Investoren insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien werden verunsichert und halten ihr Engagement zurück. Sollte es zu einem Ausstieg aus dem Ausstieg kommen und die Absatzmöglichkeiten etwa für Solarenergie-Hersteller in Deutschland schmelzen, ziehen diese Firmen dem Markt hinterher und wandern ab.
Ein Vergleich: In der Atomenergie arbeiten etwa 30.000 Leute. Sie ist kapitalintensiv, erneuerbare Energien dagegen sind arbeits(platz)intensiv. Die gesamte Branche der erneuerbaren Energien sicherte bereits 150.000 Arbeitsplätze, trotz ihres noch geringen Anteils an der Energieversorgung. Bei einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland kommen täglich neue Arbeitsplätze hinzu. In Sachsen-Anhalt verdanken derzeit mehr als 7.500 Menschen - Tendenz steigend - ihren Arbeitsplatz der Windkraft, der Sonnenenergie und Biomasse."