Gemeinsam mit Steffi Lemke, Bundesgeschäftsführerin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, besuchte die Spitzenkandidatin der sachsen-anhaltischen Bündnisgrünen, Inés Brock, am gestrigen Tage Aussteller des Landes auf der Grünen Woche in Berlin.

Bei einem ausgedehnten Gang durch Halle 23, in der die sachsen-anhaltischen Aussteller ihre Leistungen zeigen, informierten sich die grünen Spitzenpolitikerinnen über die Entwicklungen in der Ernährungswirtschaft. Erstmals belegen bei der diesjährigen Grünen Woche ausschließlich Aussteller - rund 70 an der Zahl -  aus unserem Bundesland eine komplette Halle.

Vertreter der Biohöfegemeinschaft bestätigten gegenüber Brock und Lemke die große Sorge um das Image von Sachsen-Anhalts Ökoprodukten. "Es gibt Schwierigkeiten mit der Produktakzeptanz, wenn die Landesregierung ihre Gentechnik-Offensive fortführt", so Brocks Resümee. Die Ökobauern seien von überregionalen Abnehmern abhängig, da es hierzulande wenige Vermarkter gebe. "Um so wichtiger ist es, den Ruf guter Qualität nicht einzubüßen, weil das Land zu einem Gen-Versuchsfeld wird", so Brock. Es besteht die Gefahr, dass der erfreuliche Bio-Boom (17 Prozent Zuwachs der mit Öko bewirtschafteten Fläche in 2003/04) bald endet.

Erfreuliche Nachricht für Brock und Lemke: Das Bioölwerk in Magdeburg hat aufgrund der hohen Nachfrage eine Erweiterung beschlossen. Zusätzliche Arbeitsplätze sind in Aussicht.