Das GRÜNE OHR in Bitterfeld-Wolfen (23.08.2008)
Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger von Bitterfeld-Wolfen ist am Samstag, dem 23. August gefragt. Unter dem Motto "Das Grüne Ohr kommt nach Bitterfeld" steht von 10-13 Uhr auf dem Robert-Schumann-Platz in Bitterfeld ein grüner Info-Stand. Der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger wird zugegen sein.
Dazu erklärt Jens Lattke, 2. Vorsitzender des Kreisverbandes Anhalt-Bitterfeld: "Der Klimawandel ist die wichtigste Bedrohung der Menschheit. Verursacht wird er vom Energiehunger der Industrienationen. Wir müssen daher dringend umsteuern. Klimaschutz beginnt vor Ort, z.B. bei der Frage, ob Bus und Bahn gute Alternativen zum Auto darstellen. Auch in Bitterfeld-Wolfen kann der Energieverbrauch z.B. von Schulen und Verwaltungsgebäuden noch stark gesenkt werden. Dies entlastet dann auch den kommunalen Haushalt. Darüber wollen wir mit Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bitterfeld-Wolfen ins Gespräch kommen. Uns interessiert ihre Meinung zum kommunalen Klimaschutz."
Der Landesvorsitzende Christoph Erdmenger ergänzt: "Gerade in Bitterfeld-Wolfen wird deutlich, dass Klimaschutz auch wirtschaftliche Chancen bietet. Das zeigt der Boom beim Solarzellenfabrikanten Q-Cells. Geht es so weiter, findet Q-Cells schon bald nicht mehr genug Fachkräfte in der Region - bei den Spitzenkräften sieht es schon heute knapp aus. Zuwanderung ist dringend notwendig und heute schon Alltag. Bitterfeld-Wolfen muss versuchen, möglichst viele der zugewanderten Fachkräfte zum Wohnen vor Ort zu bewegen." Die Grünen werden daher am 13. September eine Wirtschaftskonferenz im Kulturhaus Wolfen veranstalten. "Auch die weitere Entwicklung der Chemieindustrie, dem zweiten Standbein der Region, ist uns ein Anliegen. Auch hier bietet Energieeffizienz auf dem Weltmarkt Chancen."
Die Bündnisgrünen erhoffen sich von der Aktion auch neue Aktive. Jens Lattke macht keinen Hehl daraus, dass die Partei in der Region zur Zeit wenig in Erscheinung tritt: "Eine kleine Partei wie unsere ist auf engagierte Menschen vor Ort angewiesen." Die Partei wird die Erwartungen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen und in die Wirtschaftskonferenz sowie die Parlamentsarbeit der Partei einbringen.