Radioaktives Abfalllager Morsleben: Aufruf zu Einwendungen bis zum 21. Dezember 2009

Morsleben: Aufruf zu Einwendungen bis zum 21. Dezember 2009
Das Planfeststellungsverfahren zur Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) ist eröffnet worden. Bis zum 21.12.09 können noch Einwendungen beim Umweltministerium gemacht werden – dazu möchte ich Euch aufrufen (vgl. auch die beschlossene Resolution vom letzten LDR am 4.12.09(pdf)).
Vom 22.10.09 bis zum 21.12.09 liegt das Schließungskonzept für das ERAM öffentlich aus. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) als Betreiber der Anlage sieht die Verfüllung der Hohlräume mit Salzbeton vor – eine Rückholbarkeit der Abfälle wäre damit nicht mehr möglich und eine spätere Zugänglichkeit ausgeschlossen. Das Endlager soll den Atommüll für eine Million Jahre sicher verwahren und den Austritt der Radioaktivität soweit minimieren, dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt besteht Das BfS glaubt, mit seinem Konzept diesen Langzeitsicherheitsnachweis erbracht zu haben.
Ihr könnt nun individuelle Einwendungen machen oder Euch an Sammeleinwendungen beteiligen. Die angehängte Sammeleinwendung ist von der BI Morsleben, an die Ihr auch die ausgefüllte Einwendung (bitte nur die freien Zeilen verwenden) bis zum 15.12.2009 zurückschicken könnt. Bitte beim Internetkontakt der Grünen nach "lv" handschriftlich einen Punkt setzen.
Bitte benutzt die Sammeleinwendung auch bei den Aktionen und Ständen, die Ihr noch vor Weihnachten macht.
Bei den Einwendungen ist kein spezielles Fachwissen erforderlich – alles, was plausibel erscheint, sollte vorgebracht werden. Schwachstellen sollen aufgezeigt und Bedenken geäußert werden. Es muss darum gehen, die sicherste Lösung für den strahlenden Müll zu realisieren.
Bei der Sammeleinwendung(pdf) sollen möglichst viele unterschreiben. Das zeigt, dass sich viele interessieren, aufpassen und auf keinen Fall mit Morsleben einen Präzedenzfall akzeptieren, bei dem mit technischen Maßnahmen ein maroder Standort für die Endlagerung tauglich gemacht wird.
Dorothea Frederking
Energiepolitische Sprecherin
