Kampf gegen Kohle
Kampf gegen Braunkohle: "Dicke Luft, Nein Danke!"(PDF-Flyer)
Videolink zum TV-Beitrag:(Sendung vom 03. April 2007)
ZDF - frontal21: Kohle und Klima - Braunkohle verhindert Klimaschutz
Die Bundesregierung wird die Energieversorger für ihre geplanten neuen Kohlekraftwerke mit Verschmutzungsrechten, den sogenannten CO²-Zertifikaten, im Wert von rund vier Milliarden Euro ausstatten.
Den Weg freimachen für eine schnellstmögliche Vollversorgung mit enerneuerbaren Energien
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnen den angedachten Braunkohletagebau bei Egeln und bei Lützen ab und fordern die Landesregierung auf, sich zur Genehmigung des Tagebaus ablehnend zu positionieren. Neue Baggerlöcher bedeuten den Verlust von wertvollem Ackerland und verursachen landschaftliche und ökologische Schäden.
Weiterhin ist für den Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN der Neubau von Braunkohlekraftwerken nicht vereinbar mit dem globalen Klimaschutz und sollte deshalb nicht realisiert werden. Nicht nur die Kraftwerksbetreiber, auch das Wirtschaftsministerium sollte sich klar machen, dass eine Dinosauriertechnologie wie die Braunkohleverbrennung bereits in wenigen Jahren Gefahr läuft, unwirtschaftlich zu sein. Die massenhaft-notwendigen CO2- Zertifikate zum Betrieb der Anlage werden dann unerschwinglich sein.
Stattdessen fordert die grüne Partei die Landesregierung auf, alle Maßnahmen zu ergreifen, dass perspektivisch eine Vollversorgung durch erneuerbare Energien bei gleichzeitiger Nutzung aller Einsparpotenziale erfolgt. Hierzu ist der Netzausbau so zu forcieren, dass eine Stromaufnahme aus den dezentralen und regenerativen Stromerzeugungsanlagen problemlos möglich wird- insbesondere ist der Einsatz von Erdkabeln bis zur 110kV-Ebene zu prüfen. Der Netzausbau würde gleichzeitig die Netzüberlastungen aufgrund des intensiven Stromhandels reduzieren. Darüber hinaus sind die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass Kraftwerke zusammengeschaltet werden, um die fluktuierenden Leistungsschwankungen der erneuerbaren Energien zu steuern und auszugleichen. Der Ausbau in ein dezentrales Energieversorgungssystem hätte enorme positive wirtschaftliche Auswirkungen für die Region – allein zum jetzigen Zeitpunkt arbeiten 8500 Menschen in Sachsen-Anhalt im Bereich der erneuerbaren Energien (Bsp. Enercon, Q-Cells).
Alle Welt redet vom Klimaschutz – BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein. Sie werden deshalb mit langem Atem gegen den Ausbau der Braunkohlewirtschaft in Sachsen-Anhalt kämpfen.